Der erste Frankfurter Web Montag in 2009…

fand gestern Abend in der Frankfurter Brotfabrik statt. Die etwa 80 Besucher erlebten ein abwechslungsreiches Programm, welches sieben Vorträge umfasste. Das war natürlich ein strammes Programm für einen Web Montag, so dass der Abend leider etwas länglich geriet.
Nach einer kurzen Begrüßung von Thorsten Biedenkapp machte Marcus Link den Anfang und stellte allerlei Fakten über 3D Internet, Second Life und OpenSimulator vor. Obwohl das Thema einen spannenden Vortrag versprach, fehlte mir etwas der rote Faden des Vortrags, der schnell zu einer Aneinanderreihung von autarken Fakten geriet.
Als nächster Redner zeigte Burkhardt Schneider, wie eine gute Präsentation aussieht. Er stellte sein Thema "Crowd Funding" souverän, mit viel Wortwitz und plastischen Beispielen vor. Trotz des gesprengten Zeitkorsetts der Web Montag-üblichen 15 Minuten ein sehr kurzweiliger Vortrag!
Im Anschluß stellte ich den Semantic Social Desktop Nepomuk vor.
Meine gezeigten Slides stehen hier als PDF-Dokument für Euch zum Download bereit. Sie stehen erneut unter der Creative Commons cc-by Lizenz und dürfen frei weitergegeben werden.
Danach stellte Dorothea Winterling Grundlagen der Barrierefreiheit vor. Obwohl der Vortrag nichts wirklich Neues enthielt, wurde er doch sehr sympathisch und kurzweilig vorgetragen und dadurch gelungen – für Einsteiger in das Thema bestimmt auch sehr spannend.
Nun nutze Martin Kliehm die Gelegenheit, Werbung für das bevorstehende Europäische Accessibility Forum in Frankfurt zu werben.
Nun startete der Vortrag von Harald Hohl, der für seine Produkt-Plattform proaudioguide warb. Zwar versuchte er, dem Vortrag den Anstrich einer Bestandsaufnahme der Gattung "Produktplattformen"  zu geben, aber das Product-Placement war sehr offensichtlich. Es entbehrte nicht einer gewissen Komik, wie er Grundfunktionen des Internets ("Links!", "Bilder!") als bahnbrechende Features seiner Plattform pries.
Schwamm drüber, der nachfolgende Vortrag von Angi Henn machte den Hänger wieder mehr als wett. Spritzig beleuchtete sie die Rolle  und Notwendigkeit von aufwändigen Webdesigns in Zeiten des Web 2.0.
Nachdem der letzte Vortrag verklungen war, übernahm wiederum Thorsten Biedenkapp die Verabschiedung. Auf Anregungen aus dem Publikum hin, einigte man sich darauf, die Zahl der Vorträge auf künftigen Web Montagen zu begrenzen, was weithin begrüßt wurde. Anschliessend nutze Darren Cooper die Gunst der Stunde, auf einige anstehende Veranstaltungen hinzuweisen.
Alles in allem ein typischer, gut besuchter Web Montag der nicht zuletzt durch seinen Abwechslungsreichtum zu gefallen wusste. Die anschließenden Diskussionen wurden wie immer einen Stock tiefer im KP21 bei gemütlichen Bierchen ausgetragen.
Einen Überblick über die Teilnehmer, Vorträge und Berichterstattung liefert das offizielle Web Montag Wiki, wo in Kürze sicher auch die Folien der anderen Referenten zu finden sein werden.
Thorsten Biedenkapp hat sich die Mühe gemacht, die Vorträge auf Video festzuhalten. Sobald er mir meinen Vortrag zur Verfügung stellt, erfahrt ihr hier im Weblog davon.


 
 
 

6 Kommentare zu “Der erste Frankfurter Web Montag in 2009…”


  1. Arne
    3. März 2009 um 15:47

    Danke für den Rückblick, dem ich mich im Hinblick auf die Bewertung der Vorträge gerne anschließe, ergänzt um ein ausdrückliches Lob für Deine Präsentation. Eine kleine inhaltliche Korrektur hätte ich noch: Das Thema von Burkhard war Crowd *Funding*.

  2. Andreas Demmer
    3. März 2009 um 15:52

    Argh, Du hast natürlich Recht! Ist korrigiert…

  3. http://www.72dpiclub.de/blog/2009/03/03/webmontag-...
    3. März 2009 um 17:49

    [...] Nepomuk – ich will Dir Semantik Andreas Demmer von Bartenbach hat nicht nur eine nette Zusammenfassung des Webmontags geschrieben, sondern auch den Semantic Social Desktop Nepomuk frisch und interessant vorgestellt. Seine Slides hat er hier als PDF veröffentlicht. [...]

    Quelle: http://www.72dpiclub.de/blog/2009/03/03/webmontag-frankfurt-02-marz-2009/

  4. Andreas Demmer
    5. März 2009 um 09:41

    Die ersten Bilder des Abends sind online!

  5. http://www.robsblog.de/2009/03/12/webmontag-ffm-ma...
    11. März 2009 um 22:00

    [...] Vortrag Nummer Drei behandelte kurz das Nepomuk-Projekt, ein Ansatz für den so genannten sozial-semantischen Desktop. Spannend insofern, als dass der semantische Desktop (viele werden dabei an einen alles taggenden Desktop denken; und das ist nicht ganz verkehrt, aber bei weitem noch lange nicht semantisch – was ich in der Kürze aber hier nicht ausführen kann;-) mit einigen Social-Network-Features gekreuzt werden soll. Was der Vortrag Nummer Drei ebenfalls bewies: Wenn es um den richtigen Präsentationsstil geht, dann ist Andreas Demmer so etwas wie der Kwizatz Haderach unter den Präsentatoren (das meint was total Beeindruckendes, falls ihr das nicht aussprechen könnt). Der David Duchovny unter den FBI-Agenten (Horatio wär aber auch gut). Der Conan unter den Schwertträgern. Ihr wisst, was ich meine. Tipp: Vortragende sollten immer versuchen, vor Andreas auf die Bühne zu kommen. Dessen Nepomuk-Slides gibt es übrigens hier auf seinem Blog. [...]

    Quelle: http://www.robsblog.de/2009/03/12/webmontag-ffm-maerz-2009/

  6. http://www.robsblog.de/2009/03/12/webmontag-ffm-ma...
    11. März 2009 um 22:01

    [...] Vortrag Nummer Drei behandelte kurz das Nepomuk-Projekt, ein Ansatz für den so genannten sozial-semantischen Desktop. Spannend insofern, als dass der semantische Desktop (viele werden dabei an einen alles taggenden Desktop denken; und das ist nicht ganz verkehrt, aber bei weitem noch lange nicht semantisch – was ich in der Kürze aber hier nicht ausführen kann;-) mit einigen Social-Network-Features gekreuzt werden soll. Was der Vortrag Nummer Drei ebenfalls bewies: Wenn es um den richtigen Präsentationsstil geht, dann ist Andreas Demmer so etwas wie der Kwizatz Haderach unter den Präsentatoren (das meint was total Beeindruckendes, falls ihr das nicht aussprechen könnt). Der David Duchovny unter den FBI-Agenten (Horatio wär aber auch gut). Der Conan unter den Schwertträgern. Ihr wisst, was ich meine. Tipp: Vortragende sollten immer versuchen, vor Andreas auf die Bühne zu kommen. Dessen Nepomuk-Slides gibt es übrigens hier auf seinem Blog. [...]

    Quelle: http://www.robsblog.de/2009/03/12/webmontag-ffm-maerz-2009/

Kommentar abgeben: