1und1 – alle Jahre wieder

1&1 LogoIch habe schon über Twitter verraten, dass wir im Dezember umziehen werden in eine neue, schönere und vor allem viel größere Wohnung. Allerdings wurde meine Vorfreude stark gedämpft als mir klar wurde, dass ein Umzug auch wieder eine Anschlußverlegung bedeutet. Und ich damit natürlich auch wieder auf meine Freunde von 1&1 angewiesen bin. Eine kurze Bestandsaufnahme…

Diverse Male hat 1&1 es geschafft, mich an den Rande eines Nervenzusammenbruchs zu treiben (neue oder unkundige Leser meines Weblogs mögen einfach die Suche oben rechts mit “1und1″ füttern). Egal ob die Telekomiker oder 1&1 – wenn es um Kommunikation geht sind Kommunikationsunternehmen allesamt gleich.

Diesmal wird es gleich richtig kompliziert: Ich muss meinen Anschluß verlegen und möchte dabei auf einen Tarif wechseln, welcher auch den Leitungsanschluß bereitstellt; Diesen hatte ich bislang mangels Verfügbarkeit eines Kompletttarifs an meinem jetzigen Wohnort noch von der T-Com beziehen müssen. Sehr viel verlangt? Anscheindend…

Mein erstes Telefonat mit der Hotline liess mich staunend zurück: Ich fühlte mich wirklich gut beraten und verstanden! Eine Messung am neuen Wohnort ergab die sichere Verfügbarkeit einer 16MBit Leitung – toll, denn meine 2MBit in Ingelheim waren doch etwas mickrig, vor allem für IPTV. Man riet mir, noch vor der Anschlußverlegung meinen Tarif von 3DSL auf HomeNet 16.000 umzustellen, da so die Telekomleitung direkt gekündigt werden kann. Andernfalls müsste ich am neuen Wohnort erst eine T-Com Leitung beauftragen, die dann einen Monat später nach Tarifumstellung wieder gekündigt werden müsste. Wow – da hatte jemand mitgedacht! Und all das könnte ich im 1&1 Kundencenter via Internet erledigen. Umso besser, denn da sehe ich schwarz auf weiss was nun beauftragt ist und passiert.

Das blaue WunderMeine Freude verflog sehr schnell, als dort keine Wechseloption auf HomeNet 16.000 verfügbar war sondern nur auf 6.000. Ein erneuter Anruf bei der Hotline schuf Klarheit: Die 16.000er Wechseloption müsste von den 1&1 Mitarbeitern  händisch freigegeben werden, da diese Leitungskapazität ja nur am neuen, nicht aber am alten Wohnort zur Verfügung stände und man keine falschen Hoffnungen schüren wolle (aha, aber 6Mbit bei nur 2 möglichen Mbit versprechen ist also besser?). Ich erklärte nochmals den mir zuvor dargelegten Sachverhalt, dass es um einen Tarifwechsel vor Anschlußverlegung ginge. Der Mitarbeiter stimmte zu, dass das eine gute Idee sei und gab die Option frei. Ich möge nur den Wunschtermin bei der Beauftragung per Internet so setzen, dass ich zeitlich vor meinem Umzug nicht in Schwierigkeiten käme. Noch immer glaubte ich, dass nun alles seinen geregelten Gang gehen würde.

Während des Bestellprozesses im Internet wurde natürlich kein Wunschtermin abgefragt. Einen weiteren Anruf bei der Hotline später war ich schlauer: Der Kollege zuvor hätte wohl nicht gewusst, dass es keinen Wunschtermin bei Vertragsupgrades gibt und diese “so schnell wie möglich” bearbeitet werden. Na gut, einen Monat mehr fünf Euro mehr bezahlen bringt mich nicht um. Ich beauftragte die Option mit einem Klick und lehnte mich entspannt zurück.

Genau zwei Minuten später erreichte mich eine automatisierte E-Mail, welche mich fragte, ob ich sicher sei eine 16 MBit Leitung beauftragen zu wollen – schließlich seien an meinem Standort keine 16 MBit verfügbar. Nochmal Hotline, nochmal langwierige Erklärungen, nochmals verständnisvolle Zustimmung, 16Mbit Tarif auch auf meiner (noch) kleinen Leitung freigegeben. Eine Bestätigungsmail von 1&1 versicherte mir, dass der Tarif nun beauftragt und überhaupt alles in schönster Ordnung sei.

Einen Tag später erhielt ich eine weitere E-Mail von 1&1: 16Mbit seien an meinem Standort nicht verfügbar, man schalte mich trotzdem auf einen “Übergangstarif” bei dem ich zwar die 16Mbit berechnet, aber die Differenz zum 6Mbit Tarif sofort erstattet bekäme.

Mittlerweile hat mich jedes gute Gefühl verlassen. Ich kann nur noch meine Anschlußverlegung zum 1.12. dann Mitte Oktober beauftragen und der Dinge harren, die da kommen. Von dem Gedanken, dass die Verlegung vielleicht glatt verläuft, habe ich mich schon lange verabschiedet.


 
 
 

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