13.
September
2011
Gestern hab ich es nach über einem Jahr (krass wie schnell die Zeit vergeht) mal wieder auf den Web Montag in Frankfurt geschafft. Etwa hundert Besucher lauschten den fünf Vorträgen des Abends.
Nach einer Eröffnung von Ali-Pasha Foroughi machte ich den Start mit einem Abriss über Kanban, bevor Evgenij Terehov einen mit tollen Folien garnierten Vortrag über das Comeback von JavaScript im Fahrwasser von HTML5 hielt.
Ihm folgte Michael Hübl von flinc, einem Startup welches die alte Idee der Mitfahrzentralen in die Welt der mobilen Applikationen übertragen hat und damit eine solche Aufmerksamkeit erzeugte, dass sogar die Tagesschau darüber berichtete. In dem sehr kurzweiligen Vortrag wurde einem nicht nur sehr symphatisch das Konzept von flinc näher gebracht, sondern auch wertvolle Tipps für Unternehmensgründer gegeben. Zwei Daumen hoch!
Nicht ganz so populär aber dennoch interessant ist die Erklärmaschine Twick.it, die Markus Möller und Sean Kollak danach vorstellten. Im Prinzip möchten Sie eine Art Lexikon aufbauen, dessen Einträge auf die Länge von Tweets beschränkt sind und damit an Prägnanz gewinnen sollen. Eine API ermöglicht die Verwendung als Nachschlagewerk. Klingt nach einer spannenden Idee, der man Erfolg wünschen möchte.
Danach folgte für mich die echte Überraschung des Abends: Reto Kiefer von Screenion schaffte es mit seinem Talk über Social Monitoring meine Aversion gegen (pseudo-professionelle) Kommerzialisierung von Social Commerce Dienstleister eindrucksvoll zu widerlegen. Mit klaren Aussagen über den Nutzwert, Vor- und Nachteile von Werkzeugen sowie der Erklärung der dahinterstehenden Prozesse (und dem damit verbundenen Aufwand für den Dienstleister) brachte er einen interessanten Einblick in eine Branche, welche sonst meines Ermessens nach eher dazu neigt, lieber vage zu bleiben um die tatsächliche Dienstleistung zu verklären. Damit erreichte Reto, dass mein Respekt gegenüber Social Media Beratern (zumindest gegenüber solchen, die über eine solche Expertise wie Reto verfügen) wiederhergestellt ist.
Die letzten Vortragenden, Jan Deppisch und Michael Krech, erzeugten digitale Musik auf der Bühne unter Zuhilfenahme diverser Gadgets. Ein Vortrag wie aus einem Film à la “Fear and loathing in Las Vegas”: Anders and abgefahren, aber irgendwie auch cool…
Den runden Abschluß machte Darren Cooper mit seiner gewohnt launigen Moderation. Danke an Darren, Ali und alle Helfer: Ihr habt wieder einmal einen großartigen Web Montag auf die Beine gestellt!